Programmstrategie

Förderung von Beschäftigung, räumlicher Entwicklung und Wirtschaft im Fokus

Die Strategie des Programms ist schwerpunktmäßig auf die Bereiche Beschäftigung, räumliche Entwicklung und Wirtschaft ausgerichtet, wobei die Förderung der Beschäftigung auf dem großregionalen Arbeitsmarkt an erster Stelle der Prioritäten steht.

Die geförderten Projekte müssen sich inhaltlich in eine der vier großen Prioritätsachsen des Programms einordnen:

  • Prioritätsachse 1: Voranbringen der Entwicklung eines integrierten Arbeitsmarktes durch die Förderung von Bildung, Ausbildung und Mobilität
  • Prioritätsachse 2: Förderung einer umweltfreundlichen Entwicklung der Großregion und einer Verbesserung des Lebensumfelds
  • Prioritätsachse 3: Verbesserung der Lebensbedingungen
  • Prioritätsachse 4: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Großregion steigern

 

 

Prioritätsachsen und spezifische Ziele

interreg_icon_sustainable_neg_RGBPrioritätsachse 1: Die Entwicklung eines integrierten Arbeitsmarktes durch die Förderung von Bildung, Ausbildung und Mobilität weiter voranbringen

Im Rahmen dieser Prioritätsachse zielt das Programm auf die Förderung einer nachhaltigen und hochwertigen Beschäftigung ab sowie auf die Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte durch Integration grenzübergreifender Arbeitsmärkte, einschließlich grenzübergreifender Mobilität, gemeinsamer lokaler Beschäftigungsinitiativen, Informations- und Beratungsdienste und gemeinsamer Ausbildungsmaßnahmen.

Dieser Prioritätsachse sind zwei spezifische Ziele untergeordnet:

  • Spezifisches Ziel 1: Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit und Erleichterung des Zugangs zum grenzübergreifenden Arbeitsmarkt
  • Spezifisches Ziel 2: Schaffung eines verbesserten Angebots im Bereich der nachhaltigen Mobilität, um die Mobilität der Grenzgänger und Auszubildenden zu erleichtern.

Maßnahmenbeispiele :

  • Gemeinsames Weiterbildungsangebot von öffentlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung
  • Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Hochschuleinrichtungen zur Förderung der Anerkennung von beruflichen Kompetenzen und die Entwicklung von dualen Ausbildungen
  • Vereinbarung zwischen Arbeitsagenturen zur Organisation von grenzüberschreitenden Berufspraktika
  • Grenzüberschreitende Vernetzung von Schulen
  • Unterstützung gemeinsamer Erfahrungen zur Förderung der interkulturellen und sprachlichen Vielfalt der Großregion
  • Förderung von Mehrsprachigkeit mitsamt dem interkulturellen Verständnis in allen Alterskategorien
  • Veranstaltung von Beratungsworkshops zur grenzüberschreitenden Arbeitssuche und „Job dating“
  • Analyse im Hinblick auf die Schlüsselqualifikationen, die von den Unternehmen der Großregion verlangt werden
  • Zusammenführung der bestehenden Statistiken und  Datenverarbeitung zur besseren Kenntnis der grenzüberschreitenden Mobilität
  • Schaffung eines Kurzstreckenfahrscheins im ÖPNV der grenzüberschreitend gültig ist
  • Schaffung von grenzüberschreitenden Buslinien in den grenzüberschreitenden Lebensräumen

Weitere Maßnahmenbeispiele können Sie dem Kooperationsprogramm entnehmen.

 

interreg_icon_enviroment_neg_RGBPrioritätsachse 2: Eine umweltfreundliche Entwicklung der Großregion und eine Verbesserung des Lebensumfelds sicherstellen

Diese Prioritätsachse ist auf die Erhaltung und den Schutz der Umwelt sowie die Förderung der Ressourceneffizienz ausgerichtet.

Hierzu zählen insbesondere die Bewahrung, der Schutz, die Förderung und die Entwicklung des Natur- und Kulturerbes. Weiterhin sollen der industrielle Wandel hin zu einer ressourceneffizienten Wirtschaft unterstützt und ökologisches Wachstum, Öko-Innovation und das Umweltleistungsmanagement im öffentlichen und privaten Sektor gefördert werden.

Folgende spezifische Ziele werden unter dieser Prioritätsachse angestrebt:

  • Spezifisches Ziel 3: Erreichen eines günstigen Erhaltungszustands der Umwelt
  • Spezifisches Ziel 4: Steigerung der kulturellen und touristischen Aufwertung des Natur- und Kulturerbes
  • Spezifisches Ziel 5: Verringerung der Umweltbelastungen im Rahmen der wirtschaftlichen und räumlichen Entwicklung der Großregion

Maßnahmenbeispiele :

  • Gemeinsame Verwaltung grenzüberschreitender Gewässer
  • Abgestimmte Maβnahmen in der Wasserversorgung und Grundwassererfassung
  • Grenzüberschreitende Sensibilisierung für das eigene Naturerbe
  • Entwicklung und Abstimmung innovativer Maßnahmen um Touristen zu empfangen
  • Professionalisierung, Zusammenarbeit und Vernetzung der Akteure aus Kultur und Tourismus
  • Gemeinsame Strategie der Tourismuseinrichtungen in den Bereichen Industrie-, Natur-, Geo- und Gedenktourismus
  • Grenzüberschreitende Zusammenschlüsse für die lokale Energie- und Wärmeerzeugung
  • Einrichtung eines grenzüberschreitenden Instruments zur Beobachtung und Gestaltung der Stadt- und Raumplanung
  • Unterstützung der Entwicklung von Strategien und Instrumenten, um die Anwendung des Konzepts der Kreislaufwirtschaft in Unternehmen zu fördern

 

interreg_icon_social_neg_RGBPrioritätsachse 3: Verbesserung der Lebensbedingungen

Diese Prioritätsachse zielt auf die Förderung der sozialen Inklusion und die Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung ab.

So sollen Investitionen in eine Gesundheits- und Sozial-Infrastruktur, die zur nationalen, regionalen und lokalen Entwicklung beiträgt, unterstützt werden, um Ungleichheiten in Bezug auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verringern.

Die soziale Inklusion soll durch einen besseren Zugang zu sozialen, kulturellen und Erholungsdienstleistungen sowie durch den Übergang von institutionalisierten zu gemeindenahen Diensten gefördert werden.

Zwei spezifische Ziele sind dieser Prioritätsachse zugeordnet:

  • Spezifisches Ziel 6: Schaffung eines verbesserten abgestimmten Angebots im Bereich Gesundheit und Vorsorge
  • Spezifisches Ziel 7: Schaffung eines verbesserten grenzüberschreitenden Angebots von sozial inklusiven Dienstleistungen und Einrichtungen

Maßnahmenbeispiele :

  • Unterstützung der Entwicklung von Kooperationsvereinbarungen zwischen Gesundheitseinrichtungen (z.B. Krankenhäuser und Krankenkassen)
  • Gemeinsame Nutzung von hochtechnologischer medizinischer Ausrüstung
  • Koordinierung der Rettungsdienste
  • Erstellung eines ausführlichen Verzeichnisses des Angebots an Betreuungseinrichtungen für ältere Menschen
  • Entwicklung eines abgestimmten Angebots in der Kinderbetreuung
  • Entwicklung von Instrumenten zur besseren Steuerung, Zusammenarbeit und Außenwirkung der Strukturen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
  • Pilotprojekte im Bereich grenzüberschreitender Präventionsinitiativen
  • Grenzüberschreitende Sportveranstaltungen
  • Entwicklung und Umsetzung von Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit, sowie Unterstützung der Freiwilligentätigkeit und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Vereinsleben
 

 

interreg_icon_competitiviness_neg_RGBPrioritätsachse 4: Die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Großregion steigerninterreg_icon_research_and_innovation_neg_CMYK

Diese Prioritätsachse zielt auf die Förderung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation sowie auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ab.

Sie ist in folgende spezifische Ziele unterteilt:

  • Spezifisches Ziel 8: Verstärkung der grenzüberschreitenden Kooperationen im Bereich F&E, um die Großregion zu einem Standort für Exzellenzforschung zu machen
  • Spezifisches Ziel 9: Förderung der Innovationskapazitäten der Wirtschaftsakteure zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Großregion
  • Spezifisches Ziel 10: Stärkung der Präsenz der KMU der Großregion auf den internationalen Märkten

Maßnahmenbeispiele:

  • Schaffung einer Doktorandenschule
  • Unterstützung beim Wissens- und Technologietransfer in alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft
  • Gemeinsame Nutzung von Forschungsausrüstung
  • Entwicklung einer grenzüberschreitenden Datenbank für Forschung und Innovation
  • Finanzierung von Technologieplattformen, z. B. Living Labs
  • Unterstützung von Kooperationsprojekten der angewandten Forschung,
  • Identifizierung von Forschungsprojekten und Vernetzung der entsprechenden Labore mit Unternehmen, die sie wirtschaftlich verwerten können,
  • Maßnahmen zur wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen
  • Schaffung eines Informations- und Beratungszentrums („One-stop-shop“) zu strategischen, administrativen und technischen Fragen, die mit der Entwicklung des Geschäfts jenseits der Grenze verbunden sind,
  • Schulungsprogramme zur Unternehmensübernahme,
  • Schaffung einer grenzüberschreitenden Plattform zur Unternehmensübernahme,
  • Schaffung von grenzüberschreitenden Kompetenzzentren.

Weitere Maßnahmenbeispiele können dem Kooperationsprogramm entnommen werden.